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Jahresbericht 2006 der SwissErgo


In der Zeit zwischen April 2006 und März 2007 hat sich die SwissErgo verschiedenen Aufgaben zur Förderung der Ergonomie in der Schweiz zugewandt, die unter anderem anlässlich des Workshops zum FAWI - Konzept an der Generalversammlung im Jahre 2006 diskutiert wurden. (FAWI = Festigung, Anerkennung, Wachstum, Innovation.)

Im Zuge der Überprüfung der ASA – Richtlinie wurde die SwissErgo als Diskussionspartnerin miteinbezogen. Die SwissErgo bezog klar Position gegen den aus dem Revisionstext hervorgehenden Abbau von Leistungen in Bezug auf die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Die Gedanken der Swissergo wurden auch von einer Vielzahl anderer Akteure mitgetragen, die konsultativ an der Überprüfung der ASA – Richtlinie mitgewirkt haben. Wie es scheint, hält sich die Wirkung der Meinungsäusserungen in Grenzen. Erfreulicherweise soll bei der überprüften Fassung der Richtlinie in vermehrtem Masse als bisher festgehalten werden, dass die Ergonomie bei der Gestaltung der Arbeit von Bedeutung ist.

Die SwissErgo nahm auch bei der laufenden Revision des Unfallversicherungsgesetzes Stellung und zwar mit einer klaren Position gegen die befürchtete Monopolisierung. Die Gedanken der SwissErgo wurden durch eine gemeinsame Stellungnahme mit der suissepro verstärkt.

Im September 2006 richtete die SwissErgo gemeinsam mit der Vereinigung der Betriebsärzte im Gesundheitswesen (SOHF) eine Tagung zum Thema „Ergonomie im Spital aus. Die an der Universität Lausanne abgehaltene Tagung wurde rege besucht. An der Realisation der Tagung waren Vorstandsmitglieder und andere Mitglieder der SwissErgo beteiligt. Vielen Dank! Ein besonderer Dank gebührt Dr. med. Frédéric Zysset der SOHF für seine Initiative und sein Engagement bei der Planung und Durchführung der Tagung.

Im Berichtsjahr hat die SwissErgo begonnen, sich in verstärktem Masse der Problematik der Aus- und Weiterbildung in Ergonomie in der Schweiz zu widmen. Hierzu wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die in einem ersten Schritt das Aus- und Weiterbildungsangebot auf dem Schweizer Markt erfassen soll. Damit soll ein Aktionsplan ausgearbeitet werden, der ein Vorgehen zur Schliessung bestehender Lücken und zur längerfristigen Sicherung der Aus- und Weiterbildung der Ergonominnen und Ergonomen in der Schweiz aufzeigt. Der Plan wird Berücksichtigen, dass die Prob2 lematik auf allen Bildungsstufen präsent ist. Mit diesen Aktivitäten sind auch die Qualitätskontrolle der Aus- und Weiterbildung und die Zertifizierung von ausgebildeten Personen verflochten.

Eine Neugestaltung des Webauftrittes der SwissErgo wurde im 2006 in Angriff genommen und auch fertig gestellt. Das Webprodukt hat nun die gewünschte Funktionalität erreicht und zeichnet sich dennoch durch ein freundliches Design aus. Die sehr kurze Projektdauer ist unter anderem auf das Engagement des Vorstandsmitgliedes Esther Bergande und auf die Unterstützung des Informatikspezialisten Martin McNulty zurückzuführen. Im Namen der SwissErgo lasse ich diesen Beiden einen besonderen Dank zukommen! An dieser Stelle sei auf das neu eingerichtete Diskussionsforum hingewiesen, das zur Erörterung von Fragen der Ergonomie der gesamten Internetgemeinschaft offen steht.

Mit weiteren Fachgesellschaften der suissepro war die SwissErgo bei der Messe Arbeitssicherheit Schweiz im November in Basel präsent. Dank dem Engagement der suissepro bei der Planung und der Ausrichtung der Messe, entfiel die Standmiete, sodass der SwissErgo durch den Messeauftritt keine monetären Kosten entstanden sind. Marcel Uhr danke ich für das „Hüten“ des Standes und der Vertretung der Interessen der Swissergo bei der Messe.

Betreffend dem W des FAWI – Konzepts, das für Wachstum steht, darf hier erwähnt werden, dass die Aussendarstellung der SwissErgo im Berichtsjahr zu 19 Anträge zur Aufnahme in die SwissErgo geführt hat, was einem Wachstum von deutlich über 10% entspricht.

Abschliessend danke ich allen Mitgliedern und dem Vorstand für die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen. Insbesondere Danke ich den vielen, vielen Mitgliedern, die in unermüdlicher Fronarbeit Interessen der SwissErgo und der Ergonomie in der Schweiz wahrnehmen. Dazu zählet die Vertretung der SwissErgo bei nationalen und internationalen Gremien wie die IEA, FEES, CREE, SELF, suissepro, SwissCHI usw. oder die Unterstützung bei Stellungnahmen der SwissErgo oder die Hilfestellung in organisatorischen Belangen, wie die Reservierung von Räumen für Sitzungen der SwissErgo und vieles mehr.



Zürich, den 23. März 2006

Marino Menozzi

Präsident SwissErgo